G 1206 mit Caterpillar-Motor für die Niederlande
Durch die zunehmende Privatisierung der Hinterlandverkehre der niederländischen Häfen entstand bei den Privatbahnen zunehmend Bedarf nach leistungsfähigen Lokomotiven für grenzüberschreitenden Einsätze bis nach Deutschland hinein. Da das niederländische Fahrleitungsnetz mit seiner Nennspannung von nur 1500 V Gleichspannung den Einsatz leistungsstarker E-Loks nicht zulässt, entstand hier insbesondere Bedarf nach entsprechend einsetzbaren Diesellokomotiven. Nachdem mit der JT 42 CWR von EMD und der G 2000 BB von Vossloh bereits leistungsfähige Streckenlokomotiven mit entsprechender Ausrüstung zur Verfügung standen, fehlten zunächst Lokomotiven für den Strecken- und schweren Rangierdienst.

Um diese Lücke zu schließen, entwickelte man in Kiel eine entsprechende Variante der G 1206. Diese bekam zusätzlich zu der deutschen Ausrüstung die niederländische Zugsicherung ATB. Da in den Niederlanden ähnliche Systeme zur Gleistbesetzmeldung verwendet werden wie in Frankreich, wurden auch die von dort bekannten Putzklötze eingebaut. Die übrigen Bremsanlage blieb jedoch unverändert und entspricht der normalen Ausführung der G 1206.

Die erste derartig ausgerüstete G 1206 wurde im Herbst 2003 an das Bauunternehmen Strukton geliefert. Später folgten diverse Lokomotiven für Leasingunternehmen, die heute bei den meisten in den Niederlanden aktiven Privatbahnen im Einsatz stehen.

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