Vossloh - 4. Generation
Als der Kieler Lokbau durch Vossloh übernommen wurde, war das 3. Typenprogramm bereits zwanzig Jahre alt. In den folgenden Jahren wurden aus diesem neue Loktypen entwickelt, in denen neben dem technischen Fortschritt auch den sich ändernden Anforderungen durch die Kunden Rechnung getragen wurde. Aus diesen Anforderungen entstanden beispielsweise die komfortableren Tritte und geräumigere Führerhäuser mit weitgehener Verwendung von Klimaanlagen. Ebenfalls neu war ein neues Standard-Drehgestell, das unter allen regelspurigen vierachsigen Lokomotiven dieser Typenreihe verwendet wird.

Zur Unterscheidung von den Loks des 3. Typenprogramm, deren äußerliches Erscheinungsbild zunächst weitgehend übernommen wurde, erfolgte die Einführung neuer Typenbezeichnungen. Der Zahlenwert stand jetzt für die Leistungsklasse in kW. Vorgesehen waren zunächst folgende Loktypen:

G 400 B, G 600 C, G 800 BB, G 1000 BB, G 1700 BB, G 2000 BB

Den Auftakt für das neue Typenprogramm bildete die G 800 BB, die der für die ÖBB neu entwickelten Rh 2070 entspricht. Die übrigen Drehgestellokomotiven entstanden in den folgenen Jahren durch Neu- und Weiterentwicklungen.

Etwas anders sah es bei den Starrahmenlokomotiven aus. Die G 600 C wurde bisher nicht realisiert und bei der G 400 B handelt es sich letztendlich um die weitgehend unverändert aus dem 3. Typenprogramm übernommene G 322.

Im Sommer 2003 wurde im Zuge der Namensänderung in Vossloh Locomotives GmbH das MaK-Logo Bestandteil der Typenbezeichnungen und ersetzte dort das G. Verwendet wurde diese Art der Bezeichnung offiziell aber nur bis Anfang 2005 und auch nur bei einem Teil der gebauten Lokomotiven. Die vorübergehenden Bezeichnungen für die Lokomotiven des 4. Typenprogramms, die wir in der Datenbank der Übersichtlichkeit halber nicht verwendet haben, lauteten:

MaK 400 B, MaK 800 BB, MaK 1000 BB, MaK 1700 BB, MaK 2000 BB

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